Symbol für Biomüll: Fischgräten und Apfelgriebsch

 

Biogut

Biologische Abfälle wie verbrannte Bratwurst, Orangenschalen und verwelkte Blumen gehören in die Biotonne. Denn so werden sie anschließend zu Biogas verwertet, mit dem Müllfahrzeuge durch die Stadt fahren können, um erneut Biogut abzuholen. Das spart jede Menge Diesel und klimaschädliches CO₂. Noch mehr Infos findest du genau hier.

Was darf rein?

Das Darf rein:

  • Schalen und Reste von Lebensmitteln (Schalen von Zitrusfrüchten, Apfelgehäuse, Stiele und Kerne, Eierschalen)
  • Kaffeesatz samt Filter
  • Tee und Teebeutel (ohne Plastikanteile)
  • Essensreste, auch gekocht (Hühnerknochen, verschimmelte, verbrannte, verdorbene und ungenießbare Lebensmittel natürlich ohne Verpackung)
  • Gartenabfälle (Rasenschnitt, Blumen, Strauch- und Grünschnitt, Laub)
  • Einwickelpapier (Altes Zeitungs- oder Küchenpapier, wenn darin Biogut eingewickelt wurde)

Aber!

Plastik und auch biologisch abbaubares Plastik dürfen keinesfalls in die Biotonne gelangen. Sie können in Berlin nicht vollständig kompostiert werden und könnten in der Verwertung als Mikroplastik auf Äcker und Felder gelangen und letztlich wieder auf unseren Tellern landen.

Dufte Sache!

Essensreste in Zeitungspapier hüllen und dann in die braune Tonne – das verhindert strenge Gerüche. Oder den praktischen Biogut-Vorsortierbehälter für die Küche bestellen – dem bleiben Gestank und Fruchtfliegen länger fern.

Kreislauf

Wie kann es sein, dass dein Apfelgehäuse, die Brotkrümel vom Abendbrot und der Pizzarand von vorgestern demnächst schon ein BSR-Müllfahrzeug antreiben? Das ist eigentlich ziemlich logisch, wenn man sich mal den Biogut-Kreislauf anschaut.
Im ersten Schritt werden Obst-, Gemüse- und Speisereste in der braunen Biogut-Tonne gesammelt. Dann holen BSR-Fahrzeuge den Biomüll ab. Im Fermenter der Biogasanlage entsteht durch Vergärung Biogas. Zurück bleiben nur Gärreste. Mit dem aufbereiteten Biogas werden BSR-Müllfahrzeuge betankt. Die Gärreste werden zu Kompost und Flüssigdünger aufbereitet. Beides wird in Landwirtschaft und Gartenbau eingesetzt. Jetzt schließt sich der Kreislauf und aus dem zu Kompost gewordenen Biomüll gedeiht neues Obst und Gemüse.

Müllmythen

Richtige Abfalltrennung ist gar nicht so schwierig. Jedoch gibt es einige Mythen, die sich sehr hartnäckig halten. Also, was stimmt und was sind einfach nur Fake News?
Fischgräte
Braune Farbfläche
Biogut

Auch gekochte Essensreste und Zitronenschalen dürfen in die Biotonne?

Stimmt! Gerade die sogenannten hoch­kalorischen und fettigen Abfälle sind sehr gutes „Futter“ für die Biogasanlage. Auch sämtliche Schalen von Obst und Gemüse sowie Grünabfälle dürfen in die Biotonne.

Plastiktüte mit Biomüll
Braune Farbfläche
Biogut

Plastik und Bioplastik gehören nicht in die Biotonne?

Stimmt! Die Anlagen können nicht dazwischen unterscheiden. Zudem zersetzt sich das Bioplastik zu langsam. In Form von Mikroplastik kann es in unseren Böden landen.

alte Brötchentüte aus Papier
Braune Farbfläche
Biogut

Papiertüten haben nichts in der Biotonne zu suchen?

Stimmt, aber: Sie können ohne Weiteres mit in die Biotonne geworfen werden, wenn darin Biogut gesammelt wird. Bitte darauf achten, dass sie keine Kunststoff-Innenbeschichtung haben.

Lebenszyklus

Es war einmal eine verkohlte Bratwurst. Hier siehst du, wie ihre spannende Recyclingreise weitergeht und was aus ihr geworden ist.

Grill steht auf Wiese. Auf dem Grill liegen verkohlte Würstchen.
Wenn die letzten Würste auf dem Rost fast zu Steinkohle verkrustet sind, hilft alles Fluchen nichts: Sie müssen in die Biogut-Tonne. Unser Autor hat sein Grillgut bis zum Schluss begleitet und herausgefunden: Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.