Eine Woche zum Vermeiden

Berliner Stadtreinigung und Trenntstadt Berlin starten Aktionen zur Woche der Abfallvermeidung.

Vom 22. bis 30. November 2014 fanden zur sechsten Woche der Abfallvermeidung europaweit Projekte für einen bewussteren Umgang mit unseren Ressourcen – als Beitrag zum Umweltschutz – statt. Denn Abfalltrennung ist zwar Voraussetzung, um Rohstoffe zu schonen und CO2 zu sparen, doch Vermeidung ist immer noch der beste Weg, um die Abfallmenge zu reduzieren.

Übung für den Kreislauf
Auch im Tauschen und Teilen kann man anderen eine Freude bereiten ohne etwas Neues zu kaufen. Und Dinge, die nur selten in Benutzung sind, können auch unter Mehreren geteilt werden. Aus diesem Grund starten die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin Mitte mbH und die Berliner Stadtreinigung ein gemeinsames Pilotprojekt, um das Tauschen und Teilen in der Nachbarschaft zu fördern. Dazu werden Bögen mit Motiv-Aufklebern des Leihgegenstandes zusammen mit einem Informationsschreiben in 320 Wohneinheiten in Berlin Mitte an die MieterInnen verteilt. Was zum Teilen zur Verfügung steht, kann an den Briefkasten geklebt werden. Das vermeidet viel Abfall sowie unnötige Neukäufe und ist damit ein weiterer wertvoller Beitrag zur Woche der Abfallvermeidung. Jeder, der diesem guten Beispiel auch folgen will, kann die Aufkleber gern auf www.pumpipumpe.ch bestellen.

Erntehelfer für den umweltfreundlichen Einkauf
Bereits eine Woche vor der Europäischen Woche der Abfallvermeidung war Kaiser’s erneut Kooperationspartner der Trenntstadt Berlin. Kunden der Filialen in der Clayallee (Zehlendorf) und Winsstraße (Prenzlauer Berg) konnten einen nachhaltigen Beitrag leisten, indem sie kleine Mehrwegbeutel für Obst und Gemüse, sogenannte „Erntehelfer“, kaufen. Von einem kleinen Papp-Bäumchen „geerntet“, ersetzten die aus recycelten PET-Flaschen gefertigten Taschen anschließend die oft üblichen Einwegplastik-Verpackungen und -Plastiktüten. Denn Obst und Gemüse kann schließlich auch als unverpacktes Produkt gekauft und falls notwendig in einem Mehrwegbeutel transportiert werden. Lediglich an der Kasse sollte es zum Abwiegen ausgepackt werden. Nach dem Einkauf zusammengelegt, ist die Tasche täglicher Begleiter und ersetzt viele weitere umweltschädliche Plastiktüten. Die Kosten von einem Euro gingen dabei an das Projekt „Ocean Cleanup“ des Holländers Boyan Slat, bei dem die natürliche Strömung der Meere genutzt wird, um umherschwimmenden Plastikmüll zu bekämpfen.

In den Filialen in der Clayallee und Winsstraße gibt es sie übrigens noch, die umweltfreundlichen Erntehelfer. Neu hinzugekommen sind sie jetzt in der Filiale in der Kreuzberger Bergmannstraße.

Einen Überblick über die deutschlandweiten Aktionen finden Sie hier auf einer Karte.

radioeins begleitet die Woche der Abfallvermeidung durch Berichte über den Weg hin zu einer sauberen Welt. Diese finden Sie hier im TrenntRadio.