Abfallfreitag – Berlins Antwort auf die Wegwerfgesellschaft

Grenzenloser Konsum und Ressourcenverschwendung schaden unserer Umwelt. Dem wollen wir etwas entgegensetzen.
Deshalb rufen wir am 15. November zum zweiten Mal zum #abfallfreitag auf.

Produzieren, wegwerfen, neu produzieren, wegwerfen – für die meisten von uns ist es normal,Gebrauchtes zu entsorgen und durch neue Produkte zu ersetzen. Dem wollen wir etwas entgegensetzen und haben daher 2018 den Startschuß für den Aktionstag gegeben. Zahlreiche Privatpersonen, Bezirksämter, Institutionen, Firmen, Vereine und Zerowaste-Aktivisten haben sich am Abfallfreitag beteiligt.

Am 15. November 2019 rufen wir zum zweiten Mal zum „Abfallfreitag“ auf und setzen zeitgleich ein Zeichen zum Auftakt der Europäischen Woche der Abfallvermeidung (16. bis 24. November), die in diesem Jahr unter dem Motto „Wertschätzen statt wegwerfen – miteinander und voneinander lernen“ steht. Gestalten Sie den Abfallfreitag mit und machen Sie ihn bekannt. Erzählen Sie weiter, wie man an diesem Datum und auch sonst im Alltag einfach Abfall vermeiden kann.

Dafür können Sie gern das kostenlose Media Kit der BSR nutzen – mit Textvorlagen und Bildmaterial für Aktivitäten in Ihren gedruckten und digitalen Medien und natürlich auch in den Sozialen Netzwerken. Download unter: www.BSR.de/Abfallfreitag

So geht abfallfrei: Tipps, um Abfall zu vermeiden

Bewusst isst besser

Greifen Sie zu regionalen und saisonalen Produkten, die Sie leicht auf dem Wochenmarkt finden. Denn der Anblick überfüllter Regale führt schnell zu übertriebenen Einkäufen, wodurch mehr Essensreste als nötig in der Biotonne landen. Dabei ergibt Übriggebliebenes oft noch eine Mahlzeit. Bei Produkten, die Sie ohnehin schälen oder putzen wollen (Bananen oder Blumenkohl), sollten Sie auf eine zusätzliche Verpackung verzichten und das Preisschild direkt auf den Artikel kleben.

Einkaufskorb oder Beutel statt Plastiktüte

Wer einkaufen geht, sollte immer einen Stoffbeutel dabei haben. Den kann man fast lebenslang verwenden. Damit setzen Sie der jährlichen Menge von 221 Millionen Plastiktüten (davon 134 Millionen Ostbeutel) – allein in Berlin – ordentlich was entgegen. Nutzen Sie also einen Stoffbeutel und sparen Sie Abfall.

Lunchen Sie restlos

Mittags schnell zum Imbiss: eine Currywurst auf einer Pappschale mit Plastikpieker. Den Kaffee danach aus dem Plastikbecher, genauso wie die Kaffeesahne und auch das Umrührstäbchen. Das muss nicht sein. Entweder, Sie nehmen einen eigenen Teller mit. Oder Sie bereiten am Vorabend zuhause ein Lunch-Paket vor, füllen die Portion in ein Weckglas. Ein paar Rezepte für „Lunch im Glas“ gibt’s online im TrenntMagazin:
www.trenntmagazin.de/ein-glaeschen-fuer-alle/

Bechern Sie Mehrweg

Pro Stunde verbraucht Berlin 20.000 Einwegbecher. Dabei sind Mehrwegbecher eine müllfreie Alternative. Gemeinsam mit der Bewegung Better World Cup wollen wir der Einwegbecherflut in Berlin ein Ende setzen. Deshalb bekommen Sie in Partnerläden Rabatt auf Heißgetränke im mitgebrachten Mehrwegbecher. Mehr Infos: www.betterworldcup.berlin 

Teilen verdoppelt die Freude

Nicht alles muss neu gekauft werden. Selten genutzte Gegenstände teilen oder mieten ist günstig und umweltschonend. Beispielsweise bieten viele Baumärkte einen Leih-Service für Bohrmaschine und Co. an. 

Gut Erhaltenes weiterreichen

Was Sie loswerden wollen, sucht jemand anderes vielleicht gerade dringend. Also werfen Sie Ihr Gebrauchtes nicht weg – verschenken oder tauschen Sie es online kostenlos im Tausch- und Verschenkmarkt: https://www.bsr.de/tausch-und-verschenkmarkt-20985.php

Natürlich können Sie gut erhaltene Sachen auch an karitative Einrichtungen weitergeben:  www.BSR.de/Spenden

Altes selbst reparieren und aufwerten

Ob Möbel, Kleidung oder Accessoires – im Online-Stadtplan TrenntMap finden Sie alle Upcycling-Läden und Repaircafés auf einen Klick: www.trenntmap.de. Anregungen geben auch verschiedene Do-it-yourself-Plattformen.

Abfall vermeiden im Büro

Auch im Büro können Sie auf den sinnvollen Umgang mit Ressourcen achten. So sollten Getränkeautomaten mit Mehrwegsystemen ausgestattet sein. Es muss auch nicht immer alles und jede E-Mail ausgedruckt werden. Lässt es sich allerdings nicht vermeiden, sollte der beidseitige Druck eingestellt sein. Mehr Tipps zum Abfallvermeiden im Büro finden Sie hier.